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Burg Grafenstein

Burg Grafenstein
Unweit des Dreiländerecks Tschechien, Deutschland und Polen, nicht weit von Liberec, steht seit vielen Jahrhunderten die Burg und das Schloss Grafenstein (Grabštejn). Die Entstehung der Burg ist von sehr vielen Fragen umwoben, die leider von den verstreuten und lückenhaften schriftlichen Quellen nicht beantwortet werden können. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gelangte die Burg in den Besitz der Burggrafen von Dohna, die die Geschichte der Burg Grabstejn in den folgenden drei Jahrhunderten bestimmten.
Die Wandlungen der Zeit spiegelten sich auch im Leben an der Grabstejner Herrschaft wider. Das bewegte 15. Jahrhundert war von Hussitenkriegen, Belagerungen und Zerstörungen geprägt, von denen auch die Burg Grabštejn nicht verschont blieb. Von der Wehrkraft der Befestigungsanlagen zeugt jedoch die erfolglose und mehrere Wochen dauernde Belagerung der Burg durch die Truppen des Sechsstädtebundes und einiger nordböhmischer Freiherren.
Jedoch auch im folgenden Jahrhundert war das Glück den Burggrafen von Dohna nicht wohl geneigt. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts waren sie sogar gezwungen, die Burg wegen Schulden an den Landrat und Vizekanzler Dr. Georg Mehl von Strehlitz zu verkaufen.
Dieser ließ den großartigen Umbau der alten gotischen Burg zu einer repräsentativen Renaissanceresidenz ausführen, deren Charakter trotz weiterer Umbauten und Reparaturen bis heute erhalten geblieben ist. Neben seiner Karriere am kaiserlichen Hof unterhielt Georg Mehl Kontakte zur europäischen Gesellschaft und entfaltete in seiner Herrschaft Aktivitäten im Bereich des Bergbaus und der Landwirtschaft. Die sich verschlechternde Stellung am Hofe von Kaiser Rudolf II. sowie finanzielle Schwierigkeiten zwangen Georg Mehl von Strehlitz bereits 1586 die Grabstejner Herrschaft zu verlassen.
Die nächsten Besitzer der Herrschaft waren der Freiherr Ferdinand Hoffmann von Grünebühl, die Herren von Tschirnhaus, Nostitz und Trauttmannsdorf. 1704 kaufte Graf Johann Wenzel von Gallas die Grabstejner Residenz und Herrschaft, die er somit an seine weitreichenden Besitzungen in Nordböhmen anschloss. Im Jahre 1818 ließ Graf Clam-Gallas das Neue (untere) Schloss im klassizistischen Stil umbauen und die Umgebung mit einem Schlosspark mit vielen seltenen Ziergehölzen verschönern. Der letzte männliche Nachkomme Franz von Clam-Gallas starb 1930 - und mit ihm auch die alten Zeiten.
Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hat sich leider nicht mit einem glücklichen Kapitel in der Grabštejner Burggeschichte verewigt und es wird wohl noch gewisse Zeit dauern, bis dieses interessante Kulturdenkmal vollständig rekonstruiert ist. Unter der Federführung des Nationalen Amtes für Denkmalpflege Liberec konnten die Tore der Burg Grabštejn wieder der breiten Öffentlichkeit geöffnet werden, die sich jedes Jahr auf neue zugängliche Räume freuen kann.

 

Burg Grafenstein - Adresse

Správa SH Grabštejn, 463 34 Hrádek nad Nisou

Burg Grafenstein - Kontakt

Telefon: +420 482 724 301
E-mail: grabstejn@liberec.npu.cz

Preisliste

in der tschechischen Sprache (mit deutschen Texten)

Erwachsene  100,-Kè                   
Kinder unter 6 Jahre                                   frei                
Kinder über 6 Jahre, Studenten  70,-Kè
Senioren (über 65 Jahre)  70,-Kè
Familienkarte (2 Erwachsene + max. 3 Kinder bis 15 Jahre)  300,-Kè

 

mit der Zuzahlung für Fremdsprache

Erwachsene  140,-Kè                   
Kinder unter 6 Jahre                                   frei                
Kinder über 6 Jahre, Studenten  110,-Kè
Senioren (über 65 Jahre)  110,-Kè
Familienkarte (2 Erwachsene + max. 3 Kinder bis 15 Jahre)  340,-Kè

 

Turm                                                                                         20,-Kè

Burg Grafenstein na mapì

GPS: 50°50'45.55"N 14°52'34.51"E

Burg Grafenstein - Fotos




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