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Der Harrachweg

Der Harrachweg

Spindleruv Mlyn Bily most im Zentrum - Spindleruv Mlyn Labska bouda
Die von der Nationalparkverwaltung KRNAP empfohlene Wanderung (Im Winter nur an den Pudlava-Zufluss /4 km/, weiter ist der Weg versperrt!)

Den Talweg durch Labsky dul errichtete im Jahre 1879 der Graf Harrach und wir könnten ihn also auch „der Weg zur Geschichte des Riesengebirger Naturschutzes" nennen oder „der Gletscherweg". Es werden uns der größte tschechische Fluss Labe, einige Gletschertätigkeitsspuren und Erinnerungen an die ersten Riesengebirge Naturschützer begleiten. Wir gehen auf dem Asphaltweg und auf der blauen Markierung vom Zentrum von Spindleruv Mlyn zu Divci lavky.
Von Divci lavky zu Dvorsky potok. Wir fangen da an, wo einst der fünf Kilometer lange Gletscher endete, der das Kar geformt hatte. Der Weg steigt sanft längs des rechten Elbeufers, nach einem Kilometer kommen wir an den linken Elbzufluss- Medvedi potok. Einige Meter über der Bacheinmündung kann man eine etwa 20 m hohe Moräne sehen (eine vom Gletscher aufgehäufte Schutterhöhung). Dann überschreitet der Weg die Elbe und führt längs des anderen Ufers. An der Stelle, wo wir Dvorsky potok queren, erhebt sich auf der gegenüberliegenden Seite der Hang von Krkonos. Über uns befindet sich ein alter Urwaldbestand. Hier wurde im Jahre 1904 der erste Riesengebirger Naturschutzgebiet - Strma stran gegründet. Von der Bacheinmündung von Dvorsky potok zu der Einmündung von Pudlava und zu den Gruben Labske Jamy. An dem nächsten Zufluss - Pudlava endet der Fahrrad- und Skiweg „Bud fit". An den Hängen links von uns fangen Lawinenbahnen an. In Labsky dul gibt es die meisten Lawinenbahnen des Riesengebirges. Man kann hier an die 11 zählen. VORSICHT!!! Im Winter ist der weitere Weg geschlossen! Im Sommer führt uns der Weg weiter unter die Dreiheit der Gruben Labske jamy - Harrachova, Pancavka und Navorska jama. Unterhalb Labske jamy zu Labska rokle.
Die Steigung ist steiler, wir gehen über feuchte Wiesen mit typischer Vegetation und in den Ruhepausen können wir uns die 200 m hohen Abhänge aller drei Gruben anschauen. Hinter der Grube Harrachova jama weichen wir von der Elbe, die hier anfängt, Mäander zu bilden, ab (auf einer stark verwitterten, lehmigen Granitgrundlage fließt der Fluss nicht direkt). Am meisten fesselt uns wahrscheinlich die Grube Pancavska jama mit dem 250 m tief fallenden Wasserfall Pancavsky vodopad, und Schustlerova zahradka. Hier überschreiten wir die Grenze der ersten Naturschutzzone des KRNAP - das ist das Gebiet unter strengstem Naturschutz und wir sollten ab jetzt von dem markierten Weg nicht mehr abweichen. Unterhalb des gut entwickelten Kar von Novorske jamy kommen wir an Labska rokle. Durch Labska rokle gehen wir weiter zur Baude Labska bouda. Wir queren die Elbe und steigen mit einem steilen Zickzackweg zwischen Navorska jama links und Labska rokle rechts. Wir steigen bis zur Baude Labska bouda. Die Baude entstand im Jahre 1830 - sie sollte seit ihrer Entstehung Wanderern dienen (zum Unterschied von den meisten anderen Riesengebirger Bauden, die zuerst als Landwirtschaftsanwesen gegründet wurden). Die alte Baude brannte im Jahre 1965 nieder, 10 Jahre später wurde der neue, heutige Bau eröffnet, der in die Gebirgslandschaft leider nicht besonders hinein passt. (Er wurde im Naturschutzgebiet gebaut - heute die I. - wertvollste Nationalparkzone). Rechts gibt es den 45 m hohen Wasserfall Labsky vodopad (15) - im Jahre 1859 wurden hier Schleußen gebaut, (die Baudeninhaber erhöhten auf diese Weise seine Mächtigkeit und damit auch die touristische Attraktivität.)
Wohin geht es weiter? Von der Baude Labska bouda können wir entweder auf der grünen Markierung zurück über die Baude Martinova bouda oder auf dem rot markierten Weg Bucharova (10 km) nach Spindleruv Mlyn gehen.

Länge: 8,5 km Überhöhung: 520 m Maximale Meereshöhe: 1300m Minimale Meereshöhe: 780 m.

Der Harrachweg - Adresse

Der Harrachweg na mapì

GPS: 50°43'44.59"N 15°36'30.48"E

Der Harrachweg - Fotos




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