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Millennium einer Heilquelle

Im Jahre 2006 gedachten die Johannisbader des tausendjährigen Jahrestags der Entdeckung der Thermen von Johannisbad (Janské Láznì) im Riesengebirge. Das stille Städtchen mit bewegter Geschichte zu Füßen des Schwarzen Berges (1299 m n. m.) hat durch die erfolgreiche Behandlung der Folgen von Kinderlähmung Weltruf erlangt. Hier entspringen zig Quellen mit radioaktivem, mineralhaltigem und Thermalwasser. Die Jan-Quelle und die Schwarze Quelle wird zu Heilzwecken verwendet. Ein bekanntes Objekt ist der sog. „Trinkbrunnen" mit Mineralwasser für Vorbeikommende. Er wird von der Bürgermeisterquelle und der Herrenquelle im Quellgebiet des Rudolfsthals gespeist. So benannt zu Ehren des Besuches des österreichischen Thronfolgers, des Kronprinzen Rudolph.
Wenn man dem Trautenauer Chronsiten Simon Hüttel Glauben schenkt, wurde die erste warme Quelle schon 1006 von Jan von Chockov entdeckt, einem Knappen des Ritters Albrecht von Trautenberg. Im 14. Jahrhundert begann man damit, Bäder mit 27 Grad Wassertemperatur anzuwenden. Der damalige Herrschaftsbesitzer Zilvar von Silberstein ließ über der Quelle eine Holzbude errichten, als erste schlichte Kureinrichtung zum Bedarf der eigene Familie.
Die hiesigen Quellen entspringen in einer Meereshöhe von 615 ü. dM. In der Gegenwart wird das Mineralwasser für die Heilbäder aus zwei Quellen gefasst: aus der Jan-Quelle (nach dem angeblichen Entdecker) und aus der Schwarzen Quelle. Beide befinden sich ca. 80 m unter den Grundmauern des Kurhauses (Lázenský dùm) und führen die Therme vom Typ eines Kalzium- und Natriumbikarbonats aus einer Tiefe von 700 bis 1.400 m heran. Es handelt sich um ein Wasser von guter Qualität und einer Quelltemperatur von 27,50°, das vor allem in der Kinderheilstätte Vesna verwendet wird, die im unteren Abschluss des Rudolphstals steht. Das erste Kurhaus ließ im Jahre 1675 Jan Adolf Schwarzenberg errichten, dem sehr am Aufschwung des Bades gelegen war. Aber schon 200 Jahre früher, im Jahre 1451, hatte der päpstliche Legat Aenea Silvia, der spätere Papst Pius II., die Thermalquelle besucht, wie dies aus seinen Reisebeschreibungen hervorgeht.
Text pod foto:
Das Heilbad Janské Láznì konzentriert sich vor allem auf die Behandlung des Bewegungsapparates und die Heilung von Nervenerkrankungen.
Millennium einer Heilquelle - Adresse
Millennium einer Heilquelle na mapì
GPS: 50°37'47.73"N 15°47'9.06"E






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