Westböhmen
Westböhmen bieten eine Menge an touristisch attraktiven Plätze: schöne Natur finden wir dort, wo der südwestliche Teil des Erzgebirges an den Gebirgszug Böhmerwald anknüpft, Folkloretradition lernen wir in der Chode-Region kennen.Westböhmen - Landkarte
Die Kurliebhaber lernen die berühmtesten böhmischer Bäder kennen und die Biergönner werden zur Besichtigung der weltberühmten Bierbrauerei in Pilsen eingeladen. Knüpfen Sie mit dem Besuch des Westböhmens an die vorherige Wanderung durch Nordböhmen, empfehlen wir Ihnen aus Osek in Richtung Brüx (Most), Komutau (Chomutov) und Klösterle an der Eger (Klášterec nad Ohøí) Diese Stadt mit einer glorreichen Tradition der Porzellanproduktion trägt seinen Namen nach dem Kloster, der hier um das Jahr 1150 entstand. Das Kloster ging bereits im Jahre 1277 unter, aber heute befindet sich an seiner Stelle eine schöne Schlossgelände, die den Besuchern eine Besichtigungsroute mit der Porzellanexposition und auch einen Spaziergang durch das englische Park mit wertvollen Holzarten anbietet.
Von Klösterle an der Eger (Klášterec nad Ohøí) ist es nicht weit nach Sankt Joachimsthal (Jáchymov) , den berühmten Kurorten und einem bedeutenden Ort aus der Sicht des Tourismus. Eine interessante Sache der Stadt ist auch das, dass es aus dem Zentrum mit dem höchsten Berg des Erzgebirges mit Klínovec mit einer Sesselbahn verbunden ist. Bereits im Jahr 1516 prägte man hier Silbermünzen von hoher Qualität – Taler, die man zur Bezahlung in ganz Europa benutzte. Aus der Bezeichnung Taler leiten auch ihr Name die amerikanischen Dollars. Später wurde im Sankt Joachimsthal (Jáchymov) die Silberförderung durch Uranförderung ersetzt. Und eben die Radioaktivität der Abwässer verursachte paradox die Entstehung der Bäder. So entstanden 1906 die ersten radioaktiven Bäder auf der Welt. Die Hauptheilungsmethode ist das Bad in Thermalwasser mit einem hohen Radonanteil. Eine auffällige Stadtdominante ist das Sanatorium Radiumpalac aus den Jahren 1910-12.
Der bereits erwähnte höchste Berg im Erzgebirge Klínovec (1244 m) bietet den Interessenten ausgezeichnete Ski-Bedingungen. Während des ganzen Jahres ist eins der ausgesuchten touristischen Zentren auch Boží Dar, der sich ein paar Schritte vom Grenzübergang mit Deutschland befindet. Unweit finden wir auch eine der wertvollsten Lokalitäten im Erzgebirge, einen umfangreichen Komplex (930 Hektar) Moor, bekannt als Moor von Boží Dar. Durch dieses interessantes Territorium führt ein Lernpfad mit 12 Haltepunkten, die mit Informationstafeln ausgerüstet sind. Der gesamte Spaziergang mit Ausgangspunkt im Boží Dar ist 3,2 km lang.
Im Westböhmen befinden sich auch die bedeutendsten Kurorten der CR - Karlsbad (Karlovy Vary) . Die Stadt wurde um das Jahr 1350 gegründet, wenn auf der Stelle des heutigen Schlossturms eine Jagdburg gebaut wurde. Laut der Sage wurde der heiße Sprudel vom König Karl IV. und seiner Jagdgruppe entdeckt. Die Jäger jagten damals einen Hirsch bis auf dem Gipfel eines steilen Felsenriffes. Der tapfere Hirsch sprang vor seinen Verfolgern in die Kluft. Wenn die Jäger ins Tal runterkletterten, fanden sie anstatt vom Hirsch eine heiße Quelle, die aus dem Grund sprudelte. Der König entschied sich, hier eine Stadt zu Gründen. Der Felsen, aus dem der Hirsch sprang, nennt sich bis jetzt der Hirschsprung und die Hirschstatue ist einer der Symbole von Karlsbad. Das erste Badobjekt wurde jedoch viele Jahre später gebaut, es war im Jahre 1711 und dieses Objekt waren die Mühlerbäder. Seit dem entwickelten sich die Kuren in Karlsbad lebendig. Um die Modernisierung der Kuren kümmerte sich der Karlsbader Landsmann David Becher, nach dem der weltbekannte Kräuterlikör Becherovka benannt wurde. Heutzutage richten sich die Kuren vor allem auf die Krankheiten des Verdauungsapparates und manche Krankheiten des Stoffwechsels. Von den zwölf Mineralquellen ist die bedeutendste der Sprudel, der bis 12 Meter Höhe sprudelt. In der Stadt finden Sie ein paar Kolonnaden, wir nennen zum Beispiel die Vøídelní, Mlýnská oder Tržní Kolonnade. Außer der Heilprozeduren und angenehmen Spaziergängen bietet die Stadt auch viele andere Aktivitäten. Die bekannteste Kultur und Gesellschaftsveranstaltung ist ohne Zweifel der Internationale Filmfestival Karlovy Vary.
Wie soll man die Stadt Pilsen (Plzeò) anders bezeichnen, als eine Bierstadt? Die städtische Bierbrauerei wurde bereits im Jahr 1842 gegründet, hat hinter sich eine reiche Geschichte und ihr Erfolg und Ruhm gehen auch in den heutigen Tagen fort. Sie können diesen berufen Getränk kosten und etwas über seiner Vorbereitung erfahren im Bierbrauereimuseum (Pivovarském muzeu). Nicht weniger interessant ist auch das Museum Škoda Plzeò, wo Sie mehr über die Eisenwerke erfahren, die im Jahr 1868 Ing. Emil Škoda kaufte. Weiter finden Sie in Pilsen das Westböhmische Museum (Západoèeské muzeum) und das Ethnografische Museum (Národopisné muzeum), in dem auch die historischen Keller zugänglich sind. Vergessen Sie aber nicht auf die Besichtigung des historischen Kerns von Pilsen, der sich mit zum Beispiel wunderschöner gotischer Kirche des St. Bartoloemus rühmen kann.
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