Lazne Belohrad
Láznì Bìlohrad (früher: Nová Ves; deutsch: Bad Bielohrad, früher: Neudorf) ist eine Stadt in Tschechien. Sie liegt 15 Kilometer östlich von Jièín und gehört zum Okres Jièín. Das heutige Bìlohrad entstand aus der Siedlung Nová Ves (Neudorf), die erstmals 1267 erwähnt wurde.Lazne Belohrad - Landkarte
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GPS: 50°25'43.48"N 15°34'57.69"E
In diesem Jahr erwarb es Marek von Hoøitz. 1354 war es im Besitz des Boøek von Neudorf, wobei damals bereits die Holzkirche und eine Holzfeste, die allerdings erst für 1457 belegt ist, bestanden haben sollen. Nach häufigen Besitzerwechseln war es 1543 im Besitz des Jindøich Škopek aus Bílé Otradovice, dessen Sohn Jan 1556 ein Kastell errichtete, das wegen seines weißen Gemäuers als „Bìlohrad“ (Weiße Burg) bezeichnet wurde. Nach der Schlacht am Weißen Berge erwarb 1626 Albrecht von Wallenstein Neudorf, der es 1628 an Rozina Miøkovský von Stropèice verkaufte, von der es 1630 an Henri de Saint Julien und 1642 an General Wilhelm von Lamboy überging. Als treuer Anhänger des Kaisers verfolgte er streng die Rekatholisierung, so dass nachfolgend zahlreiche Einwohner ins Exil gingen. Lamboys Erben verkauften Neudorf 1669 an Katharina Elisabeth von Waldstein, nach deren Tod es an ihren Gemahl Berthold Wilhelm von Waldstein überging. Unter ihm – er war Landeshauptmann des Königgrätzer Kreises – erlebte Neudorf eine Blütezeit. 1689 errichtete er die Allerheiligenkirche, Anfang des 18. Jahrhunderts ließ er das Kastell zu einem Barockschloss umbauen, auf dem Hauptplatz wurden achtzehn neue Häuser gebaut und 1722 gründete er ein Waisenhaus. Am 2. Mai 1722 erhöhte Kaiser Karl VI. Neudorf zum Städtchen, wobei gleichzeitig die amtliche Umbenennung in „Bìlohrad“ erfolgte. Nach Berthold Wilhelms Tod am 31. Oktober 1724 erbte Bìlohrad seine Nichte, die mit Johann Ernst von Schaffgotsch verheiratet war. Dessen Erbe Jan Bertold von Schaffgotsch verstarb 1806, und Bìlohrad erbte seine Tochter, die mit Baron Stillfried verheiratet war. Sie verkauften 1843 Bìlohrad an ihren Schwager Mario Alfons von Aichelburg, von dessen Erben der Industrielle Max Dormitzer die Besitzungen erwarb, der sie 1885 an Gräfin Anna von Assenburg verkaufte. Während ihrer Herrschaft erlebte Bìlohrad eine große wirtschaftliche Entwicklung. Die von den Familie von Aichelburg 1850 errichtete Zuckerfabrik erwarb der Industrielle Goldschmidt, der sie 1877 zu einer Textilfabrik umbauen ließ. Seit 1871 verfügte Bìlohrad über einen Eisenbahnanschluss.
Lazne Belohrad - Information
JièínRegion Königgrätz
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