Radweg Von Liberec zum Dreiländereck

Distanz: 48,5 km | Schwierigkeit: 1/3 | Empfehlung - Fahrrad-Typ: crossové kolo
Fahrradweg Isergebirge: Von Liberec zum Dreiländereck

Die Radwanderstrecke an der Neiße entlang führt uns zu einem Besuch bei unseren Nachbarn, zu dem Ort, wo drei Länder aufeinandertreffen: Tschechien, Polen und Deutschland. Auf der Hauptstraße von Liberec über Chrastava nach Hrádek nad Nisou zu fahren, wäre ein Leichtes, aber nicht sehr schön. Unsere Strecke sollte die bessere sein.

Der Streckenverlauf:

Wir beginnen die Streckenbeschreibung an der Kreuzung des grWw mit der Eisenbahn am Nordwestrand von Liberec (Haltepunkt Krásná Studánka). Auf dem grWw fahren wir nach Westen zur Siedlung Bìlidlo. Der grWw führt uns weiter in den Wald, wir steigen auf den höchsten Punkt auf einen kleinen Sattel auf (ringsum Überreste von Befestigungen). Von hier aus auf einem Asphaltweg in Richtung Nordwesten bergab, an einem Forsthaus vorbei, über Víska bis nach Chrastava. Von Chrastava nehmen wir die Straße nach Václavice, Grabštejn (möglicher Haltepunkt, Burg) und gelangen bis nach Chotynì auf die Brücke über die Neiße. Hier vertrauen wir uns dem Radwanderweg an, der uns zur Straße führt, die bis nach Hrádek nad Nisou dem Lauf der Neiße folgt. Durchfahren wir auf ihr Hrádek bis zur Staatsgrenze und überqueren hier die Brücke (bWw und geWw), so gelangen wir in die Nähe des Schwimmbades Kristýna (stillgelegter Lignitbruch). Die Staatsgrenze kann man an einem Grenzübergang für Fußgänger passieren und so nach Zittau gelangen. Für den Rückweg empfiehlt es sich, die gleiche Strecke entlang dem Fluß nach Chotynì zu nehmen und dann weiter über Bílý Kostel zur Mündung des Flüßchens Jeøice in die Neiße und nach Chrastava (der Abschnitt Chrastava - Bílý Kostel - Chotynì - Hrádek nad Nisou ist beiderseitig für Radwanderer markiert).

Von Chrastava auf dem rRw in Richtung Andìlská Hora. Am Bahnhof (Chrastavá - Andìlská Hora) biegen wir von der Straße auf einen Waldweg ab, fahren an roten Schlackehalden (einer Erinnerung an das unweite Wärmekraftwerk) entlang, an einem Wasserkraftwerk und am ehemaligen Wärmekraftwerk vorbei, steigen zu einem kleinen Sattel auf, in dem sich ein Eisenbahnhaltepunkt befindet, traversieren dann durch den Wald über der hier noch kleinen Neiße (Ausblick auf die Ruine Hamrštejn) und fahren aus dem Wald heraus nach Machnín. Nun biegen wir nach rechts über die Brücke ab und radeln in östlicher Richtung durch die Heømánková-Straße, überqueren die Eisenbahnschienen und unterfahren durch einen Tunnel die Autobahn. Nach dem Tunnel biegen wir auf die Straße ein, nach links heißt sie Oblouková und würde uns nach Stráž nad Nisou und weiter dorthin führen, von wo wir die Fahrt begonnen haben (Krásná Studánka), nach rechts heißt sie Londýnská und führt uns ins Zentrum von Liberec.

Fahrradweg Isergebirge: Von Liberec zum Dreiländereck

Sehenswürdigkeiten und Kulturdenkmäler:

Grabštejn

Burg im Renaissancestil auf gotischen Fundamenten, für die Öffentlichkeit zugänglich.

Hamrštejn

Burgruine, erbaut auf einer Felsenklippe über dem Fluß. Sie schützte den Handelweg nach Zittau und wohl auch Hammerwerke unterhalb der Burg. Seit dem 16. Jh. verlassen, erhalten blieben die Umfassungsmauer mit den Fundamenten zweier Türme, ein Teil des Wohngebäudes und in den Felsen gehauene Keller.

Hrádek nad Nisou

Stadt in der Nähe des Dreiländerecks Tschechien, Polen, Deutschland. Maschinenbau, Textil und holverarbeitende Industrie. Mehrere Häuser der Volksarchitektur aus Holz und Stein sind erhalten geblieben. Barockkirche, umgebaut aus einer ursprünglich gotischen Kapelle.

Chotynì

Gemeinde aus dem 14. Jahrhundert, in der Vergangenheit Versuche, Gold und Kohle zu fördern. Über der Straße nach Dolní Suchá befindet sich eine ockerfarbene eisenhaltige Quelle, die früher zu Kurzwecken genutzt wurde.

Chrastava

Seit dem 13. Jahrhundert Berggemeinde, später Entwicklung der Textilindustrie. Pseudogotische Kirche mit Westturm aus dem Jahr 1586. Rathaus von 1646, Brunnen von 1717. Sie können hier eine interessantes Feuerwehrmuseum besuchen.

Liberec

Stadt mit entwickelter Textilindustrie, Maschinenbau, Herstellung von Kunststoffprodukten und anderem. Erste Erwähnung von Siedlungen im Jahr 1352, die Entwicklung der Stadt setzte im 16. Jh. ein. Eine Erinnerung an das alte Liberec sind die sog. Valdštejnské domky (Wallensteinhäuser) aus dem 17. Jh. in der Vìtrná-Straße im Stadtkern. Das Renaissanceschloß trägt den Beinamen "Glasschloß", in ihm befindet sich die größte der Öffentlichkeit zugängliche Glasausstellung der Welt, wir finden hier an die 40 000 Exponate. Rathaus im Pseudorenaissancestil mit einem 65 m hohen Haupturm. Zoologischer und Botanischer Garten. Die Dominante über Liberec ist der Berg Ještìd (1012 m ü. d. M.) mit einem in den sechziger Jahren errichteten Fernsehturm, Höhe des Turmes 92 m.



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